Wie Didier Drogba half den Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste zu beenden

Niemand ist so berühmt in der Elfenbeinküste als Didier Drogba. Der Profifußballer hat in seinem Land, der Elfenbeinküste, einen unglaublichen Einfluß und nahezu jede Straßenecke ist heute mit Werbebannern versehen. Von Sportartikel bis zu Süßigkeiten, Didier Drogba ist das Gesicht für viele nennenswerten Marken. Nachdem in der Elfenbeinküste ein Bürgerkrieg seit nahezu 5 Jahren anlief, nahm er zur WM 2006 in Deutschland ein Mikrofon in die Hand und verkündete Live auf Knien welchen Schmerz er für den Bürgerkrieg empfand. Er schilderte, dass seine Aussagen instinktiv waren und verkündete die Bitte, dass alle involvierten Parteien die Waffen niederlegen. Innerhalb einer Woche folgen die Menschen seiner Bitte und beendeten tatsächlich den Bürgerkrieg.

Didier Drogba und seine Teamkollegen äußerten sich, dass ihnen das Herz blutete. Fußball verbindet bekanntlich und die WM 2006 war durch die diversen Live-Sendungen das optimale Medium zur Friedensstiftung. Jeder Spieler hasste die Tatsache, dass während eines solch großen Events ein Bürgerkrieg stattfinden musste. Dank der Initiative war die Live-Kundgebung von Drogba ein voller Erfolg.

Der Bürgerkrieg war ein Konflikt in der Elfenbeinküste, welcher im Jahr 2002 startete. Die meisten Kämpfe endeten 2004, jedoch blieb das Land weiterhin in 2 Hälften gespaltet. Man unterschied im Norden durch die muslimischen Regionen sowie der christlich gespaltenen Regionen des Südens. Zum Zeitpunkt des damaligen Spiels war die Elfenbeinküste also in einem unglaublich blutigen Bürgerkrieg verwickelt. Es wurden über 4000 Menschen getötet und über eine Million Menschen wurden aus ihrem eigenen Heim vertrieben. Drogba gilt als regelrechter Fußballgott in der Elfenbeinküste und hat dank seiner Persönlichkeit stark an dem Ende des Krieges mitgewirkt.

Die Vereinten Nationen begannen nach dem Bürgerkrieg die Wogen zu glätten. Die Friedenstruppen waren mit Zivilisten und Rebellen in einer unglaublich komplizierten Situation verwickelt. Ein Friedensabkommen zur Beendigung des Konflikts wurde am 4. März 2007 unterzeichnet und bietet den gespaltenen Regionen heute Sicherheit und Schutz.

“Männer und Frauen der Elfenbeinküste!”

Als Didier Drogba mit seiner Live-Rede starte, hörte die ganze Nation genauestens auf die Worte des legendären Stürmers. “Männer und Frauen der Elfenbeinküste”, sagte er mit ernstem Gesicht. “Von Norden, Süden, Mitte und Westen haben wir heute klar bewiesen, dass wir alle mit einem gemeinsamen Ziel zusammen spielen können. Die Weltmeisterschaft ist hierzu der Beweis. Wir haben versprochen, dass Fußball die Menschen vereinen würde. Heute bitten wir um Verzeihung. Ein Land wie die Elfenbeinküste, mit solch vielen Reichtümern, darf nicht in einen Bürgerkrieg fallen. Bitte legt eure Waffen nieder. Haltet die Wahlen ab und organisiert alles reibungslos, sodass wir als Nation besser zusammenarbeiten.” Mit einem breiten Lächeln startete Drogba und seine Teamkollegen daraufhin zu singen. Obendrauf fügte er noch hinzu, dass wir lediglich Spaß haben wollen und keine Gewehre während der Spiele abgefeuert werden sollen. Es war in dem Moment ganz klar, dass das Nationalteam dadurch eine emotionale Welle auslöste, sodass die Elfenbeinküste den Bürgerkrieg beendete. Die zusätzliche Nachricht verhalf hier bestimmt alles wesentlich schneller voranzutreiben.

Es ist unumstritten, dass Fußball eine unglaubliche Kraft hat gewisse Nachrichten offen und ehrlich vor laufender Kamera mitzuteilen. Der damalige Bürgerkrieg sowie die WM 2006 waren perfekt um den seit 2002 herrschenden Krieg zu beenden. Da Christen und Muslime sich dauerhaft bekriegten, war es unausweichlich, dass das Nationalteam die damaligen Geschehnisse nicht einfach links liegen lassen konnten. Dank dem Engagement von Didier Drogba und seinen Teamkollegen, konnte man eine engere Zusammenarbeit sowie Brüderlichkeit aufbauen. Die Leidenschaft zum Sport steht im Vordergrund und Respekt darf hier niemals verloren werden. Drogba betonte, dass wir alle am Spielfeld gleich sind und assoziierte die Liebe zum Sport mit der Liebe zu seinem Land, der Elfenbeinküste. Solche Geschichten zeigen immer wieder klar auf, welche Kraft im modernen Fußball tatsächlich steckt.

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